Sex in Corona-Zeiten – in Berlin kann es wieder losgehen

Endlich kann der Drachen auch in Berliner Bordells und Escort-Agenturen wieder steigen – tausende von Männern werden erleichtert mit der gesamten Sex-Branche aufatmen: Am 1. September wird das Sexverbot im Liebesgeschäft aufgrund der Corona-Maßnahmen wieder aufgehoben und auch die Callgirls des Berliner Escort-Services sind wieder am Start.

„Das hat jetzt eine ganz Ewigkeit gedauert. Ich weiß auch gar nicht, wie die Männer die vergangenen Monate so überstanden haben – ich selbst habe zumindest enorm gelitten und mich tatsächlich sehr nach einer ordentlichen Sex-Nummer gesehnt. Meine Kolleginnen und ich sind jetzt heilfroh und völlig scharf drauf, endlich wieder loslegen zu können und für unsere Kunden da zu sein“, sagt Escort-Mädchen Cynthia, die betont, dass es in den vergangenen Corona-Monaten zahlreiche Anfragen nach Dates gegeben habe. „Da ging natürlich nichts“, sagt sie. Sie hatte sich wie alle anderen Callgirl-Kolleginnen der Escort-Agentur auch strikt an die Corona-Einschränkungen der vergangenen Monate gehalten.

Mit der Öffnung ist eine echte finanzielle Durststrecke für viele Sexarbeiterinnen vorerst beendet. „Viele von meinen Kolleginnen wußten zeitweise wirklich nicht mehr, ob und wie es weitergehen sollte“, so Cynthia, die ihren Job zwar offiziell angemeldet und Steuern abgeführt hat, aber von der Unterstützung durch die öffentlichen Hand in der Not-Phase kaum profitierte. „Die normalen Corona-Unterstützungen griffen ja nicht für unser Job-Profil. Da blieb uns oft nur der Antrag zur Grundsicherung nach Hartz IV“, berichtet Cyntia.

Tattoo-Studios und Friseursalons hatten zwar öffnen dürfen – offiziell gemeldete Bordelle mussten hingegen schliessen. Dass Bordelle und auch Modell-Agentueren nicht in der Lage sein sollten, die Corona-Dokumentationspflichten zu erfüllen, war für viele ein vorgeschobenes Argument, um die Sex-Branche ganz aus dem Wtettbewerb zu nehmen.

Ganz besonders hart traf der Lock-Down die illegal im Sexgeschäft tätigen Frauen. Die standen unter besonderem Druck – nur mit härteren Konsequenzen. „Obwohl empfindliche Strafen drohten, wurden diese Frauen weiterhin von Zuhältern zur Arbeit geschickt“, weiß Stefanie Klee, Sprecherin des Bundesverbandes sexuelle Dienstleistungen (BSD). Für das Sex-Geschäft wirkte die Corona-Zeit wie ein Brennglas. Die Abhängigkeiten, die in der illegalen Prostitution herrschten, wurden  nur noch verschärft“, sagt Klee.

 

“Der Kitzel, die Flirts und der Sex haben mir so sehr gefehlt. Gott sei Dank hat das jetzt ein Ende“, gesteht Callgirl Mary erleichtert. Die 22-jährige mit den langen, feuerroten Haaren hat wie all die anderen Liebesdamen der Agentur der Sexy-Elfen eine sechsmonatige Datingpause hinter sich. „Ich freue mich riesig auf den Restart nach dem Lock-Down“, gesteht die vollbusige Escort-Lady, die nun wieder für aufregende Stunden mit Spaß, Spannung Abenteuer und jede Menge Sex buchbar ist. „Bei mir bekommen die Kunden ab sofort wieder alles, was ihr bestes Stück gebrauchen kann“, sagt sie. Ihr Service reicht von Girlfriendsex über Handentspannung bis zu bizarren Varianten. Sie ist ab sofort wieder für Begleitservices, Haus- und Hotelbesuche sowie für Parkplatztreffen buchbar.

Ab Dienstag sind die Sex-Dates mit den Escortgirls dann wieder grundsätzlich möglich.

Seit Anfang August hatten Bordelle wieder öffnen dürfen. Erlaubt waren zunächst nur sexuelle Dienstleistungen ohne Geschlechtsverkehr: Massagen, Fesselspiele und andere Spielereien waren möglich. Jetzt ist auch Verkehr wieder drin – Kunden und Sexarbeiterinnen müssen aber weiterhin Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

 

„Um Ansteckungsrisiken zu verringern, halten wir uns natürlich weiterhin an die gängigen Hygieneforderungen. Das sind ja ohnehin ganz wichtige Standards in unserem Job, die wir gerne einhalten und die auch von unseren Kunden in besonderem Maße geschätzt werden“, so die blonde Cynthia, die für die Agentur Elfen-Escort bereits seit eineinhalb Jahren tätig ist. Im Detail gibt es deshalb aber immer noch Einschränkungen und Besonderheiten, um sich vor der Ansteckung mit COVID-19 zu schützen. „Küssen kann das Coronavirus ganz leicht verbreiten. Wir müssen das jetzt bei unseren Dates auf jeden Fall vermeiden“, nennt Cynthia eine der wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen. Hygiene sei zudem vor und nach dem Sex wichtiger denn je. „Intensives Händewaschen ist und bleibt selbstverständlich – und unser benutztes Sexspielzeug wird auch stets gründlich mit warmen Wasser und milder Seife nach jeder Benutzung gereinigt“, erklärt die Blondine.

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